Hörgeräteversicherungen sind oftmals nicht nötig, so das Fazit der Stiftung Warentest in der Ausgabe 09/2020 der Zeitschrift „Finanztest“. Am ehesten entbehrlich ist der Versicherungsschutz bei zuzahlungsfreien Geräten: Hier umfasst die Versorgung der gesetzlichen Krankenkasse in der Regel auch die Kosten für Wartung, Reparatur und einen Austausch defekter oder verloren gegangener Geräte.

Eine Zusatzversicherung lohnt sich unter Umständen bei einer Hörgeräteversorgung mit Mehrkosten. Bei Verlust oder Totalschaden des Hörgeräts wird dann die erneut fällige Zuzahlung teilweise von der Versicherung übernommen. Hierbei treffen allerdings – je nach Versicherungsanbieter – unterschiedliche Regelungen zu. Kunden sollten unter anderem prüfen, wie hoch die Selbstbeteiligung ist, ob auch Schäden am Gerät durch Schweiß und Feuchtigkeit abgedeckt sind und ob bei binaural versorgten Hörgeräteträgern eine Versicherung pro Hörgerät notwendig ist. Die Tester weisen darauf hin, dass Hörgeräteversicherungen im Schadensfall immer zuerst die gesetzliche Gewährleistungspflicht der Hersteller sowie die Zuständigkeit der Hausrat- beziehungsweise Haftpflichtversicherung prüfen.

zg

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