Foto: AdobeStock/Alexander Raths

Die Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) bessere Beschwerden und Lebensqualität von Tinnituspatienten nicht stärker als eine Standardberatung, so das Resultat einer kontrollierten Studie der Johns Hop­kins School of Public Health. Die TRT zei­ge keinen Vorteil gegenüber einer aktiven Kontrollgruppe mit allgemeiner Beratung: In allen Gruppen seien die Beschwerden ähnlich stark zurückgegangen, auch besserte sich die Lebensqualität in ähnlichem Ausmaß. Für ihren Tinnitus Retraining Therapy Trial (TRTT) konnten die Forscher 151 aktive und pensionierte US-Militärangehörige gewinnen. Ein Drittel erhielt die komplette TRT mit tinnitusspe­zifischer Beratung und Geräuschmaskie­rung, ein Drittel nur die TRT-Beratung plus Placebogeräuschtherapie, das verblei­bende Drittel eine Standardbehandlung. Letztlich hätten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen er­geben. Immerhin schien etwa die Hälfte aller Patienten signifikant von den Inter­ventionen zu profitieren – bei ihnen zeig­ten sich klinisch relevante Verbesserun­gen, allerdings weitgehend unabhängig von der Art der Intervention. Eine gute Allgemeinberatung wäre von Vorteil – die TRT scheint darüber hinaus keinen Nut­zen zu haben.    Jh

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