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Dass Musik einen positiven Einfluss auf Körper und Geist hat, ist kein Geheimnis. Nun wollen die Universitäten Frankfurt am Main und Oldenburg in einem gemeinsamen Projekt untersuchen, wie sich Musik auf den Spracherwerb und die Anpassung an eine fremde Kultur auswirkt. Dazu werden Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung drei Jahre lang im Rahmen einer Studie begleitet. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt startete dieses Jahr in Oldenburg und erfasste 200 Kinder aus vier Grundschulen der Stadt. Neben Kindern mit Migrationshintergrund nahmen auch einheimische Kinder teil. Die bereits bestehenden Klassen wurden in drei Gruppen eingeteilt. Zwei der drei Gruppen werden in der Folgezeit zwei zusätzlichen Mathematik- beziehungsweise Musikstunden erhalten, während die dritte Gruppe (Kontrollgruppe) keinen zusätzlichen Unterricht bekommen wird. Am Anfang des Schuljahres 2017 hat das Forscherteam rund um den Musikwissenschaftler Professor Dr. Gunter Kreutz die Kinder auf Parameter wie Sprachfähigkeit, Intelligenz oder Arbeitsgedächtnis getestet. Im August 2018 sollen diese Fähigkeiten erneut getestet und miteinander verglichen werden. Weitere sechs Monate später wird geprüft, ob die Effekte nachhaltig sind. Die Auswertungen sollen Aufschluss darüber geben, welchen Einfluss Musik auf die kulturelle Teilhabe der Geflüchteten hat. zg

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