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Bei der Sprachverarbeitung übernehmen beide Hirnhälften unterschiedliche Aufgaben. Die linke Seite unterscheidet die Silben, die rechte erkennt die Sprachmelodie. Wie der Informationsdienst Wissenschaft berichtet, konnten Neurolinguisten der Universität Zürich in einer Studie nachweisen, dass sogenannte Gammawellen – vom Gehirn hervorgerufene messbare Schwingungen – bei der Synchronisation der beiden Hirnhälften und der Integration des Gehörten zu einem einzelnen Sprachlaut eine Rolle spielen. Dazu mussten die Studienteilnehmer eine Höraufgabe lösen, während die Forscher die Aktivität ihrer beiden Hirnhälften mithilfe der funktionellen Magnetresonanzto-mografie (fMRT) verfolgten. Im Verlauf der Experimente störten die Forscher das natürliche Aktivitätsmuster der Gammawellen durch elektrische Stimulation der beiden Hirnhälften, wodurch die Probanden eine gehörte Silbe nicht mehr richtig identifizieren konnten. Die Beteiligung von Gammawellen am Abgleich der Hirnareale könnte ein neuer Therapieansatz für Tinnitus sein.     ML

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