Foto: Deutscher Gehörlosen-Sportverband

Zwei Goldmedaillen bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft (WM) der Gehörlosen in Lublin (Polen) sicherte sich im August der deutsche Leichtathlet Alexander Bley. Der 30-jährige Cochlea-Implantat-Träger siegte über 1 500 Meter sowie über 3 000 Meter Hindernis, letzteres sogar in neuer WM-Rekordzeit von 9:07,45 Minuten. Unmittelbar vor der WM hatte Bley mit einer Zeit von 3:47,99 Minuten bereits einen neuen Gehörlosenweltrekord über 1 500 Meter aufgestellt. Unterstützt wird der Athlet im Rahmen eines Sportsponsorings vom Hörimplantathersteller Cochlear; Bley engagiert sich seit Langem als Hörpate bei Cochlear. Er trainiert nun für die Teilnahme an den Deaflympics 2022 in Brasilien.

Insgesamt holten die sechs deutschen Teilnehmer des Deutschen Gehörlosen-Sportverbands, drei Frauen und drei Männer, bei der WM vier Medaillen:

■ dreimal Gold: Alexander Bley über 1 500 Meter und 3 000 Meter Hindernis sowie Dr. Nele Alder-Baerens beim Marathon

■ einmal Bronze: Hannah Peters im Siebenkampf

Insgesamt erreichte das deutsche Team damit in der Nationenwertung Rang vier.

Ohne Medaillenrang blieben Delia Gade (200m – Finale), Christoph Bischlager (Diskus und Kugel – Finale) und Thomas Eller (Marathon – Rang 9). Der Marathonlauf fand aus organisatorischen Gründen im Rahmen des 43. Warschau Marathons versetzt am 26. September statt, die restlichen Disziplinen vom 18. bis 23. August 2021 in Lublin.      zg, AF

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