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Im Schweizer Örtchen Burgdorf werden Käselaibe von Tierarzt Beat Wampfler musikalisch beschallt, um zu testen, welchen Einfluss die Musik auf den Geschmack hat. Er ist fest davon überzeugt, dass nicht nur Feuchtigkeit, Temperatur und Nährlösungen, sondern auch physikalische Effekte wie Schall oder eben auch Musik einen Einfluss auf den Geschmack haben. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Hochschule der Künste in Bern, die damit die Landwirtschaft und die Kunst näher zusammenbringen möchte. Bei der Verkostung der mit Mozart, Led Zeppelin oder Hip Hop beschallten oder ganz ohne Musik gereiften Laibe, haben sich nun tatsächlich Unterschiede feststellen lassen, heißt es im Onlineportal science.orf.at. Dabei sei besonders der Hip-Hop-Käse positiv aufgefallen. Er schmecke leicht süßlich, außerdem habe er größere Löcher und die Rinde sehe etwas anders aus. Bei allen neun Käselaiben habe es wahrnehmbare Unterschiede in Geruch und Geschmack gegeben, bestätigten Schweizer Forscher. Die Unterschiede seien insgesamt aber eher klein, dass der Unterschied auf die Beschallung zurückgehe, sei „denkbar, aber nicht zwingend“, so die Forscher. AH/mse

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