Foto: Tympan

Ab sofort ist das Open-Source-Hörgerät Tympan RevD der US-Firma Tympan erhältlich. „Heise online“ beschreibt das Hörgerät für Bastler im Detail: Nutzer könnten die Software selbstständig verändern und die offene Hardware in eigenen Projekten weiterentwickeln. Das Gehäuse könne mit einem 3-D-Drucker selbst gedruckt und der Mikrocontroller Teensy 3.6 über die bekannte Arduino-IDE programmiert werden. Er verfüge über ein Bluetooth-Modul (Sierra Wireless BC127), zwei MEMS-Mikrofone und zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen. Dank eines Kartenslots könnten Audioaufzeichnungen und andere Daten auf einer Mikro-SD-Karte gespeichert werden. Das Anschließen weiterer Hardware sei über I2S, SPI, UART und I2C-Pins möglich. Inklusive Versandkosten nach Deutschland schlage Tympan RevD mit umgerechnet 325 Euro zu Buche. Das Board werde mit vorinstallierter Firmware geliefert. Horst Warncke, Leiter der Audiologie beim Hörsystemhersteller Oticon, findet die Entwicklung zwar interessant, hält es jedoch für eine ziemliche Herausforderung, dass Endkunden ihre Hörgeräte selbst programmieren. „Daran sind normalerweise ganze Forschungsabteilung beteiligt“, erklärt er. Allerdings bestehe der Wunsch danach durchaus, weiß Warncke aus Telefongesprächen mit Endkunden, die sich wegen audiologischer Fragen an ihn wenden. „IT-Nerds regt es auf, dass nur Hörakustiker die Anpassung vornehmen können.“ Immerhin hätten diese inzwischen über diverse Apps die Möglichkeit zur Feinjustierung ihrer Geräte.   jh/nr

 

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