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… dass es rege Diskussionen in Onlineforen darüber gibt, ob Schnee tatsächlich so leise rieselt wie in dem bekannten Weihnachtslied? Während die einen behaupten, in geräuscharmer Umgebung den „Aufprall“ der Schneeflocken auf bestimmten Flächen akustisch wahrzunehmen, etwa als ein knisterndes, helles Geräusch, bezweifeln die anderen, ob das überhaupt mit dem menschlichen Gehör möglich ist. Wissenschaftler haben Werte von etwa 10 dB gemessen und herausgefunden, dass sich die Lautstärke je nach Art des Schneefalles verändert. 10 dB entsprechen in etwa der Lautstärke von Atemgeräuschen und dem Rascheln von Laub am Baum. Eine tickende Armbanduhr liegt mit 20 dB deutlich darüber.

… dass das Verhältnis von Luft zu Eis sowie die Dicke der Schneeschicht darüber entscheiden, wie groß die schalldämpfende Wirkung von Schnee auf die Umwelt ist? Bei gefallenem Schnee verlieren die Flocken ihre Kristallstruktur und wachsen zu einer Art Schwamm aus Eis zusammen. Die mit Luft gefüllten Hohlräume dieser unebenen, porösen Masse können Töne komplett schlucken. Diesen Effekt untersuchten Bauphysiker als Vorbild für die Entwicklung von hochwirksamen schalldämpfenden Materialien.

… dass es tatsächlich gelben Schnee gibt, der vom Himmel fällt und mit Hunden nichts zu tun hat? Dieses Phänomen wurde im vergangenen Jahr im russischen Wintersportort Krasnaja Poljana in der Nähe von Sotschi beobachtet. Medienberichten zufolge wurde sofort über eine Verunreinigung mit Chemikalien als mögliche Ursache spekuliert. Später stellte sich jedoch heraus, dass der gelbe Schnee mit Staub- und Sandpartikeln versetzt war, die über Luftmassen aus der Türkei und aus der nordafrikanischen Wüste Sahara ihren Weg nach Russland fanden. Die Partikel seien für den Menschen ungefährlich, hieß es.

… dass wir die Redewendung „sich freuen wie ein Schneekönig“ dem Zaunkönig zu verdanken haben? Der kleinste deutsche Singvogel zieht nämlich nicht wie seine Kollegen im Winter in südlichere Gefilde; er bleibt und trotzt der Kälte. Sein lautstarker, sehr melodiöser Gesang wird als Indiz für seinen Gemütszustand voll Freude und Fröhlichkeit genommen, daher die Redensart.   ws

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