Foto:Naeblys/iStockphoto

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat die Bundesregierung strikte Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren erlassen. Die Bevölkerung soll alle nicht unbedingt nötigen Kontakte vermeiden, ansonsten einen Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten. All dies führt dazu, dass Hörakustiker nicht mehr ihren vollen Service bieten können. Einige Hörakustiker haben sich zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden entschlossen, vorübergehend ihre Geschäfte zu schließen.

 

So beispielsweise die HörPartner GmbH mit ihren 52 Filialen seit 23.03.2020. Lediglich ein Notbetrieb wird laut Mitteilung des Unternehmens aufrechterhalten, um die Grundversorgung der Kunden mit Hörgerätebatterien und Zubehör sicherzustellen. Welche Filialen diese aktuell übernehmen, ist unter www.hoerpartner.de/filialen.html abrufbar.

Andere Hörakustikunternehmen, etwa die Filialkette Geers Hörakustik, halten bisher alle Filialen geöffnet, bieten derzeit aber seit 23.03.2020 in allen Geschäften nur einen eingeschränkten Service (Batterie- und Zubehörverlauf, Kleinreparaturen, Wartung) zu begrenzten Öffnungszeiten an. Weitere Informationen finden sich auf www.geers.de

Vergleichbar agiert das Hörakustikfilialunternehmen Kind. Die Fachgeschäfte sind derzeit nur eingeschränkt geöffnet und bieten nur einen Service für Notfälle an. Aktuelle Informationen können Sie unter www.kind.com abrufen.

Das Hörakustikunternehmen Amplifon bietet derzeit noch einen umfangreichen Service; lediglich Hörgeräteanpassungen und -nacheinstellungen finden unter Umsetzung aktueller Hygienevorschriften derzeit nicht statt. Auch hier werden jedoch vorübergehende Änderungen der Öffnungszeiten und Filialschließungen nicht ausgeschlossen. Informationen finden Sie auf der Internetseite www.amplifon.com/de/corona-virus

Das Augenoptik- und Hörakustikfilialunternehmen Fielmann hat derzeit die meisten Filialen geschlossen; einige bieten einen Notservice an. Mehr zum aktuellen Stand sind unter www.fielmann.de zu finden.

 

Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) betont allerdings in einer Stellungnahme, dass Hörakustikbetriebe weiterhin geöffnet bleiben dürfen. Bund und Länder haben in den gemeinsamen Richtlinien festgeschrieben, dass alle Einrichtungen des Gesundheitswesens unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet bleiben. Außerdem dürfen Handwerker ihrer Tätigkeit weiter nachgehen. „Der Hörakustiker als eines der wesentlichen Gesundheitshandwerke ist somit zweifach von den vorgesehenen Ausnahmeregeln erfasst“, sagt Dr. Juliane Schwoch, Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der biha. Letztlich könne in einer derartigen Situation jeder Betriebsleiter die unternehmerische Entscheidung treffen, seinen Betrieb zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter vorübergehend zu schließen.

 

Aufgrund der dynamischen Entwicklung ist es ratsam, vor dem Besuch des Hörakustikers diesen telefonisch zu kontaktieren, um die aktuellen Öffnungszeiten und Servicemöglichkeiten zu erfragen.     AF

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