Foto: AdobeStock/diego cervo

Da wirksame Medikamente zur Prävention einer Demenz derzeit nicht in Sicht seien, habe sich die Weltgesundheitskonferenz in Genf auf einen Aktionsplan geeinigt, um auf die drohende Demenzepidemie zu reagieren, heißt es in der „Ärzte Zeitung Online“ am 14.05.2019. Ein Bestandteil davon sei die Demenzprävention, weswegen die Weltgesundheitsorganisation WHO nun erstmals konkrete Empfehlungen vorgelegt hat, um das Auftreten von Demenzerkrankungen einzudämmen. Wenig überraschend sei, dass sich die Leitlinie „Risk Reduktion of Cognitive Decline and Dementia“ auf bekannte kardiometabolische Risikofaktoren konzentriere, da diese auch alle mit einem erhöhten Demenzrisiko einhergehen. Dazu zählen etwa Bewegungsmangel, Alkohol- und Tabakkonsum, Übergewicht, ungesunde Ernährung, Diabetes und Bluthochdruck. Auch soziale Aktivitäten sowie kognitives Training können zur Demenzprävention beitragen. Außerdem stehen auf der WHO-Liste der Demenzrisikofaktoren auch Diabetes, Dyslipidämie, Depression und Hörverlust. Hier verweist die Organisation auf bestehende Therapieleitlinien, die es bestmöglich einzuhalten gelte, wobei als Nebeneffekt ein reduziertes Demenzrisiko wahrscheinlich sei. jh

 

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