Foto: Hermann Traub/Pixabay.com

Auch wenn Mund-Nasen-Masken inzwischen zur üblichen Ausstattung gehören, ist der Umgang damit häufig nicht korrekt. In dieser Übersicht haben wir Ihnen daher zusammengestellt, was es bei FFP2-Masken hinsichtlich Aufbewahrung, Wiederverwendbarkeit und zeitlicher Tragedauer zu beachten gibt.

 

Aufbewahrung

Häufig werden Masken einfach lose und achtlos in die Tasche gesteckt. Unterwegs ist es jedoch ratsam, die Maske stattdessen vorsichtig in einem verschließbaren Gefrierbeutel oder ähnlichem zu verstauen. Nach dem Gebrauch sollte die Aufbewahrungsmöglichkeit entsorgt werden. Zu Hause sollte die FFP2-Maske hingegen an einem trockenen Platz so aufgehängt werden, dass sie frei hängen kann.

 

Wiederverwendbarkeit

Laut Studienergebnissen der Fachhochschule Münster, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, um FFP2-Masken mehrmals verwenden zu können:

 

1) Ofentrocknung:

Bevor die Maske bei 80° C bis maximal 100° C bei Ober- und Unterhitze für 60 Minuten im Backofen gereinigt wird, muss sie zunächst einen Tag luftgetrocknet werden. Zur Temperaturkontrolle ist es empfehlenswert, ein Braten- oder Backofenthermometer mit aufs Backblech zu legen. Zudem sollte während der einstündigen Trocknung der Backofen nicht geöffnet werden. Nach dieser Reinigung kann die FFP2-Maske personenunabhängig wiederverwendet werden. Allerdings sollte die Schutzmaske nur fünfmal im Ofen wiederaufbereitet werden und dann im Hausmüll entsorgt werden.

Achtung: Diese Methode ist ungeeignet für formstabile FFP2-Masken (Körbchenmodell) und Masken mit Atemventil.

 

2) Raumlufttrocknung:

Bei dieser Art der Trocknung muss die FFP2-Maske sieben Tage lang trocken gelagert werden. Dabei sollte sie so aufgehängt werden, dass niemand die Maske berühren kann. Nach der Trocknung kann die Maske von der gleichen Person erneut genutzt werden; eine personenunabhängige Wiederverwendung ist nicht möglich. Wichtig ist es daher, jede Maske eindeutig zuzuordnen. .Wie die Ofentrocknung sollte die Lufttrocknung maximal fünfmal angewendet werden.

Nicht empfehlenswert ist hingegen eine Reinigung der Schutzmasken mittels Wasserdampfs, im Kochtopf, in der Spül- oder Waschmaschine oder in der Mikrowelle. Hierbei können die Materialien beschädigt werden, was die Filterleistung mindern kann, beziehungsweise eine gleichmäßige Desinfektion nicht gewährleistet werden. Auch eine UV-Lampe ist ungeeignet für die Maskenreinigung. Das UV-Licht wirkt nämlich nur dort, wo es auftrifft. Dadurch werden nur an der Maskenoberfläche befindliche Viren inaktiviert, nicht aber jene, die sich in der Maske befinden. Darüber hinaus kann das UV-Licht negative Auswirkungen auf das Material von FFP2-Masken haben. Geeignet für die – zumindest oberflächliche – Reinigung sind hingegen elektrische Trockengeräte für Hörsysteme, die mit UV-C-Licht arbeiten.

Übrigens: Ist eine FFP2-Maske vom Hersteller als Einmalprodukt gekennzeichnet, erlischt bei der Wiederverwendung das CE-Zertifikat. Die Hersteller können dann nicht haftbar gemacht werden.

 

Tragedauer

Wird die FFP2-Maske auf Arbeit getragen, gelten die Vorgaben zur Benutzung von Atemschutzgeräten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Danach beträgt die Tragedauer von FFP2-Masken (filtrierende Halbmaske ohne Ausatemventil) im Betrieb 75 Minuten bei einer anschließenden Erholungsdauer von 30 Minuten. Hierbei ist die Erholungsdauer nicht mit einer arbeitsfreien Zeit gleichzusetzen, sondern in dieser Zeit ist lediglich eine Pause des Mitarbeiters vom Tragen der FFP2-Maske vorgesehen; leichte körperliche Arbeit ist nicht ausgeschlossen. Ein Wechsel zwischen Tätigkeiten mit und ohne ist Maske möglich. Allerdings stellt die DGUV-Regel zur Benutzung von Atemschutzgeräten keine Verpflichtung dar, sondern eine Empfehlung, um Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden.

 

Bleiben Sie gesund!      zg/AF

 

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