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Die Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige in Neuwied – ein überregionales Förder- und Beratungszentrum – wurde mit dem Sonderpreis des Netzwerkes Gleichstellung und Selbstbestimmung ausgezeichnet. Das Netzwerk ist eine Kooperation zwischen dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, dem rheinland-pfälzischen Beauftragten für die Belange behinderter Menschen und der Sparda-Bank-Stiftung. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird alle vier Jahre verliehen, jüngst an die Förderschule Neuwied. Diese setzt seit vielen Jahren einen Schwerpunkt bei der Beratung und Unterstützung hörbeeinträchtigter Kinder und Jugendlicher an Regelschulen und anderen Förderschulstandorten. Die Schule überzeugte die Jury mit der Darstellung des Beratungsangebotes „Gutes Hören für alle – pädagogische Raumakustik“. Eine angenehmere Akustik und erhöhtes Sprachverständnis konnten durch eine Vielzahl von Verbesserungen an zahlreichen Unterrichtsräumen im gesamten nördlichen Rheinland-Pfalz, aber auch an der Landesschule selbst erreicht werden. Davon profitieren neben den hörbeeinträchtigten Kindern und Jugendlichen auch alle hörenden Mit-schüler und die Lehrkräfte. So kann der Mehrwert von Inklusion für alle Beteiligten unmittelbar spürbar werden; das Ziel jeder Maßnahme ist immer die Schaffung verbesserter akustischer Bedingungen für alle. Die Preisverleihung machte deutlich, dass auch Förderschulen beziehungsweise Förder- und Beratungszentren einen wichtigen Beitrag zu Inklusion und Teilhabe leisten. Weiterhin wurde der wichtige Aspekt des guten Hörens für alle in den Vordergrund gerückt. Zusätzlich zur Betrachtung der individuellen Hörsituation des einzelnen hörbeeinträchtigten Kindes oder Jugendlichen wurde durch die Preisverleihung das öffentliche Bewusstsein für die baulichen und räumlichen Faktoren des Hörens und Hörverstehens geschärft.

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