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Ein Drittel aller Eltern (32 Prozent) liest ihren Kindern im Alter von zwei bis acht Jahren zu selten oder nie vor, zeigte die Vorlesestudie 2019, deren Ergebnisse Ende Oktober 2019 vorgestellt wurden. Dieser Wert hat sich seit 2013 nicht verändert. Vor allem Eltern mit formal niedriger Bildung lesen zu selten oder nie vor (51 Prozent), zeigte die Studie. Berufstätige Mütter lesen mehr vor als nicht berufstätige (27 zu 39 Prozent). Väter sind weiterhin Vorlesemuffel, 58 Prozent von ihnen lesen selten oder nie vor. Jeder fünfte Befragte schaut mit Babys keine einfachen Bilderbücher an. Gerade dies setzt aber von Anfang an wichtige, vielfältige Impulse für die Entwicklung von Kindern. Auch Comics oder das Erzählen von Geschichten helfen, Sprache zu entwickeln und lesen zu lernen.

Die Studie zeigte auch, dass Eltern viele Tätigkeiten (etwa das Anschauen von Wimmelbüchern mit dem Kind oder das Texte vom E-Reader vorlesen) oft nicht als „vorlesen“ wahrnehmen. Egal mit welchem Medium – die Experten empfehlen, täglich 15 Minuten vorzulesen. Die Vorlesestudie wird seit 2007 jährlich durchgeführt. Befragt wurden aktuell 700 Eltern von Kindern im Alter von zwei bis acht Jahren.     Zg

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